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INHALTE

12/23  5G auf dem Prüfstand
10/23  Luzern West Glasfaserprojekt Prioris gestoppt
08/23  Attraktivität von Linear TV USA im Sinkflug
07/23  TV-Nutzung 1. Semester 2023

07/23  Hochbreitbandstrategie des Bundes
06/23  Breitband-Penetration Schweiz ist leistungsstark
05/23  Swisscom stellt Grundversorgung sicher
05/23  Ultrahochbreitband Region Luzern West
04/23  Was genau ist 5G eigentlich?
03/23  Mobile World Congress 2023
02/23  Swisscom: 3G macht Platz für neue Technologien
01/23  Fixed Wireless Access für Geschäftskunde

Willisauer Bote: Erscheinungdatum 18.06.2024

Norbert Estermann, Egolzwil

PRIORIS Neues Glasfasernetz für Egolzwil – teuer und nicht notwendig!
Das Projekt «Prioris» will ein flächendeckendes Glasfasernetz in 18 Gemeinden der Region Luzern West realisieren. Die Egolzwiler Bevölkerung stimmt am 24. Juni 2024 über den Aufbau dieser riesigen Parallelinfrastruktur ab, welche immense Kosten verursacht.

Brauchen wir ein dritte Telecom Infrastruktur in Egolzwil?
Die Absicht, auch abgelegene Gebiete z.B. Menzberg oder Entlebuch mit hoher Bandbreite zu erschliessen macht Sinn, jedoch nicht in Egolzwil, wo zwei Telecom-Netze existieren, welche bereits heute weitgehend mit Glasfasern ausgebaut sind. Wenige Gebäude ausserhalb der Bauzone mit ungenügender Bandbreite können mit alternativen Technologien wie z.B. 5G erschlossen werden.

Grundversorgung im Fernmeldebereich, was heisst das?
Die Grundversorgung im Fernmeldebereich obliegt dem Bund. Deren Konzessionärin Swisscom ist verpflichtet, eine spezifizierte Übertragungsrate von 80 Mbit/s beim Download und 8 Mbit/s beim Upload anzubieten. Diese Geschwindigkeit ist für eine Nutzung in Haushalten absolut ausreichend, die heutigen Provider bieten in Egolzwil wesentlich höhere Bandbreiten an.

Was bedeutet die Beteiligung an Prioris für die Endkunden?
Die Erschliessung verursacht einmalige Kosten beim Endkunden. Seine heutigen Gebühren an die Anbieter der Inhalte bleiben bestehen! Hier stellt sich die wichtige Frage, ob diese auch gewillt sind, ihre Inhalte über die neue Plattform zu verbreiten und anteilsmässig zu bezahlen. Bei Swisscom und WWZ/Quickline scheint dies nicht der Fall zu sein weil diese bereits ein bestehendes Netz haben!  Das führt unweigerlich dazu, dass sich der Endkunde bei Prioris für einen heute noch nicht bekannten Anbieter entscheiden müsste!

Wieso für etwas bezahlen, das von den bestehenden Infrastruktur-Anbietern bereits angeboten wird?
Bisher hat uns das Prioris-Projekt rund CHF 50’000 an Steuergeldern gekostet. Mit der Genehmigung des Antrags an der nächsten Gemeindeversammlung würde eine weitere Investition von CHF 155’000 fällig. Das Projekt kommt nur zu Stande, wenn zusätzlich noch 60% der Wohneigentümer einen Vertrag abschliessen und sich auch an den Kosten beteiligen.

Die Vizepräsidentin des Steuerungsausschusses von Prioris Frau Cellarius hat es an der Informationsveranstaltung in Egolzwil passend auf den Punkt gebracht: Liebe Egolzwilerinnen und Egolzwiler ihr braucht dieses Prioris-Projekt nicht, aber euer Geld nehmen wir gerne.

Fazit:
Ein weiteres Glasfasernetz von Prioris für Egolzwil bietet für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung keine Vorteile, sondern verursacht hohe Mehrkosten. Deshalb NEIN zur Beteiligung von Egolzwil an PRIORIS!

Sunrise geht an die Schweizer Börse SMIM

Liberty Global verkauft Sunrise

Überraschender Börsengang: Sunrise kehrt zurück – und soll eigenständig die Swisscom das Fürchten lehren
Quelle: NZZ Auszug 16.02.2024

Nach nur drei Jahren Abwesenheit kommt der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern zurück an die Börse. Von der Eigenständigkeit erhofft sich Sunrise einen stärkeren Auftritt gegenüber der Konkurrenz.

Sunrise kommt zurück an die Börse. Wie der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern am Freitagnachmittag bekanntgab, wird er sich im Rahmen eines Spin-offs von seiner Muttergesellschaft Liberty Global lösen und an der Schweizer Börse in den Handel gehen. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte soll der Schritt abgeschlossen sein.

Es ist erst knapp drei Jahre her, dass die Sunrise-Aktien von der Schweizer Börse SIX verschwanden. Am 6. April 2021 wurden die Titel dekotiert, nachdem die Übernahme durch die Konkurrentin UPC erfolgt war. Deren Muttergesellschaft, der amerikanisch-britische Kabelnetzkonzern Liberty Global, bewertete Sunrise damals mit 6,8 Milliarden Franken.

Fusion mit UPC ist vollständig abgeschlossen

Durch die Fusion erhielt Sunrise ein eigenes Festnetz, während UPC ein Handynetz bekam. Inzwischen ist der Markenname UPC vollständig verschwunden und die Fusion abgeschlossen. Die Belegschaft schrumpfte dadurch um 600 Vollzeitstellen auf knapp über 2700.

Gemeinsam wollten UPC und Sunrise zu einem potenten Herausforderer der Swisscom werden. Tatsächlich liegt das fusionierte Unternehmen in den Bereichen Mobilfunk, Breitband und Festnetz jeweils auf dem zweiten Platz hinter dem Branchenriesen, jedoch mit teilweise deutlichem Abstand. Im Mobilfunk kommt zudem eine immer stärkere Konkurrenz durch den günstigen Anbieter Salt hinzu. Sunrise will nun die neue Selbständigkeit nutzen, um sich voll auf den Schweizer Markt zu konzentrieren.​​​​​​​

Liberty-Aktionäre erhalten Sunrise-Titel

Aus dem neuerlichen Börsengang fliessen keine Einnahmen an Sunrise, stattdessen erhalten die Liberty-Aktionäre Titel des Schweizer Telekomanbieters. Sie können dann entscheiden, ob sie die Aktie behalten wollen oder nicht. Die Transaktion wurde von den Aktionären am Freitag in einer ersten Reaktion ungnädig aufgenommen: Die Titel verloren im New Yorker Handel bis 13 Uhr (Lokalzeit) rund 7 Prozent.

Liberty Global war einst ein Schwergewicht im internationalen Telekom-Geschäft. Es scheint aber, dass sich das Unternehmen, das wie ein Private Equity Fonds agiert, vom Telekom-Markt lösen möchte, der derzeit kein grosses Wachstum verspricht. Liberty Global hatte Sunrise gekauft, nachdem die Aktionäre von Sunrise UPC nicht abkaufen wollten. CEO Mike Fries erkannte das Synergiepotenzial, führte die Unternehmen zusammen, nun stösst er sie wieder ab.

Leichter Gewinnrückgang im vergangenen Jahr

Bei Sunrise blieb der Umsatz, wie das Unternehmen ebenfalls am Freitag kommunizierte, mit 3 Milliarden Franken im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Hingegen sank der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) um 2 Prozent auf 1,03 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die Swisscom machte 2023 einen Umsatz von 11 Milliarden Franken und ein Betriebsergebnis von 4,6 Milliarden.

Sunrise hat sich im vergangenen Jahr darauf konzentriert, profitabler zu werden. Nachdem zum Ende des dritten Quartals ein Gewinnrückgang zu Buche gestanden hatte, kündigte Sunrise im November 2023 einen Stellenabbau an. 166 Mitarbeiter sollen bis Ende März 2024 entlassen werden, ein Grossteil hat die Kündigung bereits erhalten. Sunrise begründete die Entlassungen damit, dass man Strukturen verschlanken und konkurrenzfähiger sein wolle.

Ein Grossauftrag sorgt für Rückenwind

Dazu passt eine weitere Meldung des Unternehmens vom Donnerstag: Der Telekomkonzern hat einen Grossauftrag der Migros erhalten und wird sich künftig um die Vernetzung aller 2000 Standorte sowie der 2500 Filialen des Detailhändlers kümmern. Für Sunrise ist es der grösste Firmenauftrag in der Geschichte des Konzerns.

Besonders erfreulich für Sunrise: Bei der Vergabe hat das Unternehmen die Swisscom ausgestochen, die vorher die Vernetzung der Migros-Standorte übernommen hatte. Der neue Grossauftrag sowie die geplanten und bereits umgesetzten Kosteneinsparungen geben Sunrise Rückenwind für das Geschäftsjahr 2024 – und damit auch für den Börsengang.

Auch wenn bekannt ist, dass die Fusion von Sunrise und UPC abgeschlossen ist, kommt der Entscheid zur Abspaltung doch überraschend: Noch Anfang vergangenen Jahres sagte Liberty-Global-Chef Fries gegenüber der NZZ, er verschwende keinen Gedanken daran, sich aus der Schweiz zurückzuziehen. Ein Börsengang von Sunrise, das sagte Fries allerdings auch, könne in der Zukunft durchaus eine interessante Option sein.

Nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Für den Wettbewerb, und damit auch für die Kunden, dürfte eine eigenständige Sunrise eine gute Nachricht sein. Ob sie das für die Anleger auch ist, bleibt abzuwarten.

Grösste Messe für Unterhaltungselektronik der Welt – 4’000 Austeller – 130’000 Besucher – Trend KI
Die grossen Tech-Highlights

Quelle: t3n

Die Neuerungen, die auf der CES vorgestellt werden, sind oft zukunftsweisend. Auch 2024 liefert die Technikmesse wieder viele Highlights. Jedes Jahr stellen Startups und Technikriesen spannende Neuerungen vor. Die vorgestellte Software und Hardware können lustige Gadgets sein – oder den Weg weisen für die Tech-Zukunft. Auch 2024 liefert die Messe in Las Vegas wieder einmal eine Menge Highlights und faszinierende Ankündigungen.

 

Spannende Bildschirme

Es ist ein CES-Klassiker: Jedes Jahr stellen Samsung, Sony, LG etc. ihre neuen Fernsehbildschirme vor. Sie lösen höher auf, spiegeln weniger und sind generell groß und schön. So präsentiert Samsung in diesem Jahr 8K-Fernseher, bei denen die Bildschirmauflösung mithilfe von KI hochskaliert werden kann.

 

Das allein ist aber kein Highlight. Viel interessanter sind die transparenten Bildschirme, die LG und Samsung vorgestellt haben. Zwar gab es schon in den vergangenen Jahren immer mal wieder transparente Fernseher, doch nun machen die Unternehmen Ernst. Die beiden Screens haben aber unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Der Fernseher von LG ist definitiv ein Hingucker
Der Signature OLED T 4K von LG ist für das heimische Wohnzimmer gedacht und soll noch in diesem Jahr erscheinen. Schaut man nicht gerade einen Film oder eine Serie, kann der Bildschirm mit seinem schönen Bildschirmschoner glänzen, der einen kleinen Tiefeneffekt hat. Sollte der Hintergrund des transparenten Bildschirms stören, lässt sich ganz einfach ein schwarzer Hintergrund-Screen hochfahren. Zusätzlich gehört der Signature OLED T 4K zur Zero-Connect-Reihe. Das bedeutet, dass alle Anschlüsse wie etwa Fernsehkabel oder externe Geräte per HDMI an die sogenannte Zero-Connect-Box angeschlossen werden. So bleibt der transparente Fernseher minimalistisch und nimmt im Zimmer kaum Raum ein.

Der transparente Bildschirm von Samsung soll beispielsweise bei Sportevents Fans mit grafischer Unterstützung das Spiel verschönern
Die transparenten Bildschirme von Samsung gehen in eine andere Richtung. Das koreanische Unternehmen stellt seinen Transparent-Micro-LED-Screen mit einem besonderen Use-Case vor: So sollen die Bildschirme Filme immersiver gestalten und Zuschauer:innen bei Sportevents mit hilfreichen Visuals live unterstützen. Samsung gibt allerdings noch kein Erscheinungsdatum bekannt.

Samsung Ballie
Samsung hat auf der CES einen Roboter in der Tasche. Das gelbe Gerät, das auf den Namen Ballie hört, wurde bereits 2020 vorgestellt. Jetzt bekommen wir eine Demo, die es in sich hat. Ähnlich wie der LG-Roboter patrouilliert der gelbe Ball durch dein Zuhause und benachrichtigt dich bei Auffälligkeiten. Ballie kann mit einem eingebauten Projektor aber auch Filme abspielen und smarte Geräte kontrollieren.

 

Lenovo: Maus und Tastatur sollen ohne externe Stromquellen auskommen
Peripherie mit Solar
Akku leer, Feierabend? Nicht mit Lenovo. Der Hersteller zeigt auf der CES eine kabellose Tastatur-Maus-Kombination, die ohne externe Stromquelle auskommen soll. Leider geizt der Hersteller mit Informationen. Auf einem Pressebild lässt sich aber auf eine Solarzelle bei der Tastatur schließen. Die Maus soll sich dagegen über Bewegungen laden lassen. Als kleine Hintertür hat sie aber einen USB-C-Anschluss.

 

Zwei Betriebssysteme in einem
Das Lenovo ThinkBook Plus 5 Hybrid ist Tablet und Laptop gleichzeitig
Windows und Android in einem: Der neue Laptop von Lenovo versteckt sich in der Tastatur, während das Display ein eigenes Tablet ist.
Einen Hingucker hat Lenovo am Start. Das Thinkbook Plus Gen 5 Hybrid ist kein gewöhnlicher Laptop. Denn der mobile Computer läuft mit Windows und Android – aber nicht zeitgleich. Die Intel-Hardware samt Windows 11 versteckt sich in der abnehmbaren Tastatur. Das Tablet-Display läuft währenddessen dank eines Qualcomm-Chips mit Android im Gepäck.
Schon vor zehn Jahren haben sich Hersteller an einem Hybrid-Modell versucht, doch das Thinkbook Plus Gen 5 Hybrid von Lenovo macht einen sehr durchdachten Eindruck. Dockt man die beiden Elemente an, kann man sich entscheiden, welches Betriebssystem man nutzen möchte. Auch Lenovo hat zu seinem Produkt noch keine Preise genannt. In den Handel soll der Tablet-PC wohl im zweiten Quartal des Jahres kommen.

5G auf dem Prüfstand

Quelle: Suissedigital, Kürzungen, Ergänzungen nEst

5G ist der neueste Standard für die Mobilkommunikation. Es ist absehbar, dass 5G in einigen Jahren in den Standard 6G münden wird. An 7G wird bereits geforscht. Das aktuell gültige 5G ist gegenüber 4G viel effizienter.

Das bedeutet:

  • Die Datenübertragung ist schneller, wichtig für Telemedizin
  • Die Verzögerungszeit ist kürzer, wichtig z.B. für Sicherheit auf Strassen und Schienen
  • Es sind mehr gleichzeitige Verbindungen möglich, eine VoraussetzungB. für Smart-City-Anwendungen, IoT Internet of Things

5G kann in zwei Frequenzbereichen genutzt werden. Der erste bei 450 MHz bis 6 GHz. In diesem Bereich arbeiten auch 4G und WLAN. Die Ausführungen in diesem Faktenblatt beziehen sich auf diesen Frequenzbereich.  Der zweite Frequenzbereich liegt 24 und 53 GHz, was höhere Datenraten zulässt. Dieser wird zurzeit in der Schweiz für 5G noch nicht genutzt.

Verwirrende Aussagen zu 5G

1.  5G ist zu wenig erforscht

2.  5G strahlt stärker als 4G

3.  Die Grenzwerte für 5G sind zu hoch

4.  Die 5G-Grenzwerte werden ständig überschritten

5.  Je mehr 5G-Antennen, desto mehr Strahlung

6.  5G verbraucht mehr Strom

7.  5G ist schneller und deshalb auch gefährlicher

8.  Adaptive 5G-Antennen sind gefährlich

9.  5G macht krank

10.  5G tötet Vögel und Insekten

11.  5G führt zu mehr Überwachung

 

12.  5G ist unnötig

Und
nun zur Richtigstellung

 

1    5G ist zu wenig erforscht

Fakt ist: Bis heute wurden hunderte wissenschaftliche Studien zu 4G, WiFi und 5G veröffentlicht.

Mobilfunkwellen können sichin Frequenz, Signalstärke und Signalform unterscheiden. Die bei 5G eingesetzten Frequenzen sind im gleichen Bereich angesiedelt wie diejenigen

für 4G und WLAN

(Bild 1). Die Signalform von 5G ist 4G ähnlich, daher können auch viele frühere
Studien, die sich auf die Vorgänger-Standards beziehen, für die Beurteilung der
Auswirkungen von 5G herangezogen werden. In diesen Studien wurden bei der
Einhaltung der Grenzwerte keine schädigenden Wirkungen des Mobilfunks
konsistent nachgewiesen. Auch wurden für 5G bisher keine neuen biologischen
Auswirkungen gefunden, die allenfalls bisher unbekannte, negative
gesundheitliche Auswirkungen haben könnten. Zu diesen Fragen wird
weiterhin geforscht.

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